Wenn ein Kind beim Schreiben immer wieder scheitert, wächst der Druck. Bei ihm und bei uns Eltern. „Konzentrier dich!“ „Das haben wir doch geübt!“ Verständlich. Und trotzdem meist kontraproduktiv.
Das Wissen ist da, es kommt nur nicht heraus
Ein Kind, das Angst vor dem nächsten Fehler hat, kommt an sein eigenes Können schwerer heran. Es weiß die richtige Schreibweise oft. Im entscheidenden Moment ist sie weg.
Das ist keine Faulheit. Das ist Anspannung. Und sie löst sich nicht durch mehr Druck.
Woran du merkst, dass es Anspannung ist
- Dein Kind schreibt das Wort mündlich richtig und im Heft falsch.
- Es macht mehr Fehler, wenn du danebensitzt, als wenn es allein arbeitet.
- Der Radiergummi ist häufiger im Einsatz als der Stift.
- Es fängt an zu verhandeln, bevor das Heft überhaupt offen ist.
Was am Übungstisch hilft
Nimm den Rotstift aus dem Blick. Nicht, weil die Farbe das Problem wäre. Sondern weil ein Blatt voller Markierungen für dein Kind aussieht wie eine Bilanz und nicht wie eine Übung.
Setz ein Ende, das dein Kind vorher kennt. Wenn eine Aufgabe angefangen ist, macht ihr sie noch fertig, dann ist Schluss. Ein absehbares Ende nimmt viel Widerstand heraus.
Und sag laut, was schon geht. Nicht als Lob für alles, sondern konkret: „Das Wort hast du selbst hergeleitet.“
Wie das konkret aussieht
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