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Wissen aus dem Zauberwald

Warum „mehr üben“ oft nichts bringt

Ihr übt und übt, trotzdem stehen beim nächsten Diktat dieselben Fehler wieder da.

Ihr habt ein Wort schon zehnmal geübt. Beim nächsten Mal ist der Fehler trotzdem wieder da. Ganz automatisch denkt man dann: „Wir müssen einfach noch mehr üben.“

Auswendig gelernte Wörter helfen nur bei genau diesen Wörtern

Viele Kinder lernen einzelne Wörter auswendig. Das Muster dahinter lernen sie dabei nicht mit. Kommt ein neues, unbekanntes Wort, stehen sie wieder ganz am Anfang. Zehn weitere Diktate ändern daran wenig.

Du kannst das leicht selbst prüfen. Übt ein Wort, das dein Kind gut kann. Nimm dann ein Wort, das nach derselben Überlegung funktioniert, aber im Heft noch nie vorgekommen ist.

Korb → Körbe
Zwerg → Zwerge

Für ein Kind, das „Korb“ auswendig gelernt hat, ist „Zwerg“ eine völlig neue Aufgabe. Für ein Kind, das die Überlegung dahinter kennt, ist es dieselbe.

Was einem Kind weiterhilft

Es hilft, wenn dein Kind begreift, warum ein Wort so geschrieben wird, wie es geschrieben wird. Verstandenes lässt sich auf neue Wörter übertragen. Bei sehr vielen Rechtschreibproblemen hilft eine Strategie weiter.

Das ist übrigens kein Motivationsthema. Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche sind selten faul. Was ihnen hilft, ist passende Förderung und etwas, wofür sich die Mühe für sie lohnt.

Drei Fragen für den nächsten Übungsabend

  1. Kann dein Kind sagen, warum das Wort so geschrieben wird?
  2. Findet es einen Weg zum Wort, wenn es die Schreibweise gerade nicht im Kopf hat?
  3. Kann es dieselbe Überlegung bei einem anderen Wort anwenden?

Wenn dein Kind bei allen drei Fragen die Schultern zuckt, bringt die elfte Wiederholung wahrscheinlich wenig. Dann fehlt der Weg zum Wort, nicht die Übungsmenge.

Wie das konkret aussieht

Im Online-Seminar zeige ich dir, wie dein Kind Rechtschreibung versteht, statt Wörter auswendig zu lernen. Es kostet 0 € und du musst nichts kaufen.

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Das könnte dir auch helfen Angst und Druck: die heimlichen Lernblocker„Streng dich einfach mehr an“ ist gut gemeint und oft das Gegenteil von hilfreich. Warum Kinder sich Geschichten merken und Regeln nichtDer Liedtext sitzt nach zweimal Hören. Die Rechtschreibregel sitzt nach vier Wochen noch nicht. 15 Minuten am Tag statt Lern-MarathonEine Stunde am Wochenende fühlt sich nach viel an und verpufft oft trotzdem.