Frag ein Kind nach dem Text seines Lieblingsliedes. Es kann ihn auswendig. Frag es nach einer Rechtschreibregel. Es zuckt mit den Schultern.
Geschichten haben einen Haken, an dem sie hängen bleiben
Was mit einer Figur, einer Farbe oder einer kleinen Geschichte verknüpft ist, bleibt leichter hängen als eine Regel auf einem Arbeitsblatt. Eine Regel steht für sich allein. Eine Geschichte hat Bilder, Stimmen und eine Reihenfolge, an die dein Kind sich erinnern kann.
Deshalb funktionieren Figuren beim Lernen so gut. Bekommt eine Überlegung ein Gesicht, wird aus einer trockenen Regel etwas, das Kinder gern in die Hand nehmen.
Für Kinder, die schon viel Misserfolg kennen, zählt das doppelt
Ein Kind, das beim Schreiben oft scheitert, hat gelernt, dass Übungsblätter unangenehm sind. Eine Geschichte hat diese Vorgeschichte nicht. Sie beginnt neutral.
Wichtig ist mir dabei eines: Fantasie verändert, wie sich Üben anfühlt, und sie hilft beim Dranbleiben. Die Schwierigkeit selbst nimmt sie nicht weg. Dafür braucht ein Kind passende Förderung.
Was du zu Hause ausprobieren kannst
- Gib der Überlegung, die dein Kind gerade braucht, einen Namen. Nicht „die Regel“, sondern etwas, das dein Kind selbst ausgesucht hat.
- Erzähl das Wort, bevor ihr es schreibt. Wo kommt es vor, wer sagt es, was passiert dabei.
- Lass dein Kind die Geschichte weitererzählen. Was es selbst erfunden hat, merkt es sich anders.
Wie das konkret aussieht
Im Online-Seminar zeige ich dir, wie dein Kind Rechtschreibung versteht, statt Wörter auswendig zu lernen. Es kostet 0 € und du musst nichts kaufen.
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